Quartier- Managements
im Herzogenried

„Herzogenried – Für eine Zukunft in Gemeinschaft“
Leitbild des Quartiermanagements im Herzogenried

Als das Herzogenried 1975 bezogen wurde, gründete sich sehr bald ein Bürgerverein, der Probleme im Viertel deutlich machte und versuchte, Abhilfe zu schaffen. Auch eine Zeitung, das Blättle, gab der Verein heraus.

Im Lauf der Jahre schliefen die Aktivitäten ein und Anfang der 2000er Jahre existierte im Herzogenried als einzige Struktur die Organisation „Familienfreundliches Herzogenried“. Aus diesem Kreis kam der Wunsch nach einem Quartiermanagement und Stadt und die Wohnungsbaugesellschaften hier waren bereit, die Finanzierung zu übernehmen.

Im Jahr 2004 zog Michael Lapp als Quartiermanager in Räume der Kirche, die heute nicht mehr existiert, Am Brunnengarten 3, ein. Träger des Quartiermanagements war der Diakonieverein im Diakonischen Werk.

Es war ein mühsamer, langer Weg bis die Anwohner das Quartiermanagement wahrnahmen und auch unterstützen. Aber im Laufe der Jahre gelang es, zahlreiche Verbesserungen für das Wohnumfeld hier zu erreichen.

Das Atelier für Kunst und Natur (siehe Artikel im Abschnitt Kind sein im Herzogenried) wurde gegründet.
Für die vierbeinigen Bewohner fand sich ein Hundespielplatz oben bei Phoenix und Jugendhaus.
Das Quartiermanagement gab als Nachfolger des eingestellten Blättle die Zeitung herzog heraus. Malaktionen mit Kindern und Jugendlichen peppten das Viertel farblich auf und endeten schließlich in großflächigen Bemalungen von Häuserwänden. Tatsächlich entstanden im Herzogenried die ersten Murals von Mannheim. Erst nach den Bemalungen der Häuser Am Schulgarten 5 (Willkommen im Herzogenried), Am Brunnengarten 6 (Hundertwasser), Herrenried 3 (Nationen in Frieden) ab 2009 entdeckte die Stadt den Reiz von Murals und gründete das Projekt Stadt-Wand-Kunst, das inzwischen ganz Mannheim, nicht nur das Herzogenried als Freiluftmuseum sieht und Fassaden bemalt.

Der heutige Quartiermanager, Steffen Gassenferth und seine Assistentin, Türkan Karagus, können also auf eine jahrelange Tradition zurückblicken, deren Träger inzwischen die städtische Organisation Maqua e.V. (Mannheimer Quartiermanagement) ist.

Osteraktion im Herzogenried Foto: Michael Baier

Steffen Gassenferth fing mitten in Corona hier im Herzogenried an und organisierte als erstes eine Osteraktion, in der Kinder auf einem Weg durchs Viertel Eier finden mussten und am Ende eine kleine Belohnung bekamen. Ebenso wie der Weihnachtsmarkt in der Gartenanlage, das Grillfest zum Tag der Nachbarschaft und das Sommerfest ist die Ostereiersuchaktion inzwischen eine regelmäßige jährliche Veranstaltung. Und auf jeder dieser Veranstaltungen können sich Menschen begegnen, kennenlernen und daraus vielleicht neue Strukturen der Zusammenarbeit im Viertel entwickeln.

Weihnachtsmarkt im Herzogenried
von links Jessica Schadt, Filiz Ciftci, Marko Hellriegel, Gerd Müller (Foto: Michael Baier)

So konnte in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Herzogenried die letzten vier Jahre ein Pavillon aus Bugazeiten 1975 neben dem Eingang zum Herzogenriedpark am Neuen Messplatz Heimat für 12 (!) Gruppen aus der Bewohnerschaft werden. Leider wurde dieser Ort Ende 2025 aus baulichen Gründen von der Stadt Mannheim gesperrt und die Gruppen müssen umziehen.
Das Quartiermanagement arbeitet seit Jahren daran, einen Treff für Alle im Quartier zu etablieren und wir sind überzeugt, irgendwann wird das gelingen.
 
 

Haben SIE Ideen für das Herzogenried?

Dann sind Sie beim Quartiermanager gut aufgehoben. Sie können sicher sein, dass Anregungen aufgenommen werden und alles getan wird, Dinge zu realisieren, die unser Zusammenleben hier verbessern.

Natürlich ist das Quartiermanagement so oft wie möglich Am Brunnengarten 8 für Sie da. Nachbarschaft und kleinere Projekte bieten Raum für Gespräche und Gemeinschaft. So kann Bindung entstehen, hoffentlich auch Respekt und ein besseres Verständnis füreinander. Ohne Respekt kann kein friedliches Miteinander auf engstem Raum entstehen. In einem vielfältigen Stadtteil wie dem Herzogenried ist es sehr wichtig, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Alter oder ihrer Lebenslage als Teil der Gemeinschaft fühlen. Alle gehören dazu.

Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, die sich mit Einsatz engagieren, Verantwortung übernehmen und Ideen einbringen. Ohne sie wäre vieles hier nicht möglich. Umweltpaten reinigen das Viertel zusätzlich zu städtischen Mitarbeitern von Müll und für die Feste jedes Jahr können wir gar nicht zu viel Freiwillige haben, die Buden, Grills, Bänke auf- und wieder abbauen.

Deshalb freuen wir uns über viele helfende Hände und denkende Köpfe.
Kommen Sie Am Brunnengarten 8 vorbei oder schreiben Sie eine email unter
info@ma-herzogenried.de .
Wir freuen uns auf Sie und finden sicher Wege, wie Sie sich hier im Herzogenried passend für Sie engagieren können.

Text: Türkan Karagus und Monika Schleicher