JUZ
Mannheim

JUZ Mannheim – Jung und engagiert

2025 feierte das Herzogenried sein 50 jähriges Bestehen, das JUZ hatte das schon zwei Jahre davor.

Denn das Jugendzentrum in Selbstverwaltung „Friedrich Dürr“ am Neuen Messplatz (kurz JUZ) gibt es seit 1973. Es gehört zu den ältesten noch bestehenden selbstverwalteten Jugendzentren in Deutschland. Die Idee dahinter ist: Junge Menschen beteiligen sich selbst an der Organisation und Durchführung verschiedener kultureller und politischer Veranstaltungen sowie Sprach- und Bildungsangeboten und übernehmen Verantwortung dafür.

Das Prinzip der demokratischen Selbstverwaltung erfahren die Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen, die sich ehrenamtlich dort engagieren, in der Arbeit in den Fachschaften und in den wöchentlich stattfindenden Vollversammlungen.

Die Fachschaften sind thematisch organisierte Interessengruppen am JUZ. Sie bilden sich je nach Bedarf. Alle, die möchten, können mitmachen. So gibt es eine Fahrrad-, Küchen-, Garten-, Sport- und Konzertfachschaft sowie eine Fachschaft für politische Bildung.

Die Vollversammlung kommt jeweils montags zusammen, um über Veranstaltungen und die Organisation des JUZ, wie z.B. auch den Putzplan, zu beraten. Die hauptamtlichen Kräfte vom Trägerverein des JUZ Mannheim nehmen daran teil und sie steht allen Ehrenamtlichen offen. Alle Entscheidungen auf den Vollversammlungen und in den Fachschaften werden basisdemokratisch und nach dem Konsensprinzip getroffen.

Das JUZ hat in den letzten Jahren einige neue Angebote entwickelt. So bietet es viermal die Woche einen offenen, freiwilligen und kostenlosen Sprachkurs für Geflüchtete an, der von Honorarkräften durchgeführt und aus Spendengeldern bezahlt wird.

Jugendcafé im JUZ

Es hat außerdem das Konzept eines stadtteilorientieren und niedrigschwelligen Jugendcafes für junge Menschen entwickelt, die in einem Viertel mit wenig Freizeitangeboten leben.

Im Jugendcafe treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter bis zu 27 Jahren. Es ist ein offener Raum, der Montags und Donnerstags zwischen 15 und 19 Uhr frei genutzt werden kann. Man kann einfach zusammensitzen, ausruhen oder sich unterhalten, aber auch Basketball, Tischtennis, Kicker oder Billard spielen. Eine sozialpädagogische Begleitung ist vor Ort und kann bei Bedarf angesprochen werden.

Text: Ute Schnebel, Stadtteilzeitung herzog*in, Ausgabe 65