Interessen- Gemeinschaft
Herzogenried

Der Verein Interessengemeinschaft Herzogenried (IGH) e.V.

Die Interessengemeinschaft Herzogenried (IGH) wurde 2007 in ihrer heutigen Form gegründet als ein Zusammenschluss von Bewohnern, Einzelhändlern und Vertretern aus Einrichtungen und Vereinen. Als gemeinnütziger Verein arbeitet die IGH daran, Kräfte im Viertel zu aktivieren, zu vernetzen und dadurch den Stadtteil zu stärken.

Die IGH war stark am Prozess der Stadtbahn Nord beteiligt und trug mit ihrer Arbeit wesentlich zur Akzeptanz der Bahn im Viertel bei. 2010 gab es eine gut besuchte Versammlung vor dem EKZ Ulmenweg, wo der damalige ÖPNV-Dezernent Christian Specht die Planungen erläuterte und im gleichen Jahr initiierte die IGH erfolgreich eine Kampagne gegen die beabsichtigte Eröffnung von zwei Spielhallen im Einkaufszentrum Ulmenweg. Sie erreichte dabei eine ungewöhnlich hohe Bürgerbeteiligung.

Als Förderverein beteiligt sich die IGH an der Finanzierung und Durchführung von Stadtteilfest und Weihnachtsmarkt und sie fördert auch immer wieder neue Projekte, wie z.B. Sitzbänke für das Wohngebiet, einen Garten in der Kleingartenanlage Herzogenried oder die Arbeit im Atelier Kunst und Natur am Brunnengarten 20.

Warum Herzogenriedler*innen Mitglied werden sollten

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass Projekte der Bewohnerschaft, wie z.B. das Atelier Kunst und Natur, als nicht gefasste Organisation im bürgerlich rechtlichen Sinn nicht an öffentliche Finanzmittel herankommen und sie könnten z.B. Verträge nur auf privater Basis abschließen. Als gemeinnützigem Verein stehen der IGH ganz andere Möglichkeiten offen, denn die IGH hat ein Geschäftskonto und ist vertragsfähig gegenüber Behörden.

Erweiterter Vorstand Interessengemeinschaft Herzogenried Foto: Michael Baier
Von links: Renate Täffner (2. Vorsitzende), Elke Schließmann (Schatzmeisterin), Thomas Trüper (1. Vorsitzender), Ursel Kravat (verstorben), Jessica Schadt, Sandra Malanga, Christina Ulrich.

 

So war es möglich, im Rahmen von Urban Gardening Projekten, einen Gemeinschaftsgarten in der Kleingarten Anlage Herzogenried abzulösen, einen Pachtvertrag abzuschließen und den Garten gemeinsam mit der Interkulturellen Waldorfschule zu betreiben. In einem zweiten Gartenprojekt am Durchgang zwischen Kleingartenanlage und Neuem Messplatz wurde die Trägerschaft mit der Stadt vereinbart und realisiert. Die IGH übernahm auch den Gestattungsvertrag und die Haftpflichtversicherung für den offenen Bücherschrank Am Brunnengarten.

Auch für die Nutzung eines Pavillons  aus BUGA 75-Zeiten am Eingang des Herzogenriedparks am Neuen Messplatz schloss die IGH einen Nutzungsvertrag mit der Stadt ab. Den Pavillon, der unter dem Namen KulturPoint bekannt ist, nutzten12 Gruppen regelmäßig an einem oder mehreren Tagen der Woche. Es gab Konzerte und Ausstellungen. Aus bautechnischen Gründen wurde der KulturPoint leider Ende 2025 geschlossen. Das Quartiermanagement sucht derzeit mit der GBG und den Naturfreunden nach alternativen Standorten, an denen die Arbeit der Bewohnergruppen weitergehen kann.

Von Anfang an arbeitete die IGH eng mit dem Quartiermanagement zusammen. So sorgte in den ersten Jahren das Quartiermanagement (damals in Trägerschaft der Diakonie) redaktionell für das Zustandekommen der anzeigenfinanzierten Zeitung herzog, während die wirtschaftliche Verantwortung und Abwicklung bei der IGH lag. Seit dem Corona-Jahr 2020 wird die Zeitung, inzwischen „herzog*in“, vollständig von der IGH verantwortet und erstellt. Überschüsse kommen von Anfang an der gemeinnützigen Fördertätigkeit der IGH für Projekte und Institutionen im Wohngebiet zugute.

Als die Diakonie die Trägerschaft des Quartiermanagements aufgab, sprang die IGH kurzfristig auch in die Co-Trägerschaft der Radfahrkurse (siehe Abschnitt Sport) ein, die sonst nicht zustande gekommen wären.

Auf politischer Ebene initiierte der Verein einen Prozess zur Verkehrsberuhigung im Quartier und er nimmt am Prozess zur Weiterentwicklung der Multihalle unter dem Stichwort ‚Democratic Umbrella‘ teil.

Die Interessensgemeinschaft Herzogenried ist auch Mitglied im Mannheimer Bündnis für Vielfalt.

Blick von oben auf die Siedlung Herzogenried Foto: Michael Baier

Neben all dem ist der Interessengemeinschaft vorrangig das Aufbrechen der Anonymität im Zusammenleben hier im Herzogenried wichtig. Zusammen mit dem Quartiermanagement etabliert sie Begegnungsmöglichkeiten für die Anwohner*innen, Orte, an denen man andere ohne viel Aufwand treffen kann und sich gern aufhält. Und natürlich lernt man sich besonders gut kennen, wenn man zusammen arbeitet und gemeinsam Projekte stemmt.

Die IGH freut sich daher über jedes neues Mitglied. Kommen Sie doch einfach einmal zum monatlichen Treffen. Es findet in der Regel am ersten Donnerstag im Monat, 18 Uhr, in der Gartenklause der Kleingartenanlage statt. Wir freuen uns.

Die IGH betreibt eine Webseite, auf der Sie aktuelle Veranstaltungstermine sowie auch viele weitere Informationen zum Herzogenried finden. Schauen Sie auch dort doch einfach mal vorbei: www.herzogenried.de

Text: Monika Schleicher nach Interview mit Thomas Trüper